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Repräsentative Konzentrationspfade

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Die Repräsentativen Konzentrationspfade (Representative Concentration Pathways, RCPs) wurden für den 5. Sachstandsbericht des IPCC entwickelt. Sie beschreiben die vier Szenarien RCP2.6, RCP4.5, RCP6 und RCP8.5, die für die Änderung des Strahlungsantriebs bis 2100 gegenüber dem vorindustriellen Antrieb stehen.

RCP 2.6 steht z.B. für einen Strahlungsantrieb durch anthropogene Treibhausgase von 2.6 W/m2 im Jahre 2100 im Vergleich zu 1850. Gleichzeitig führt dieses Szenario zu einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur unter dem 2°C-Ziel bis 2100 im Vergleich mit dem vorindustriellen Zustand. Die anderen Szenarien sind im Hinblick auf die Veränderung des Strahlungsantriebs entsprechend zu verstehen. RCP4.5 würde zu einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur von 2,6°C führen, RCP6 zu +3,1 °C und RCP8.5 zu einer Erhöhung von 5,8°C. Die globalen Mittelwerte sagen jedoch relativ wenig aus über die geographische Verteilung der Temperaturerhöhung: Es wird davon ausgegangen, dass die Temperatur im Inneren der Kontinente und in den hohen nördlichen Breiten deutlich stärker steigen wird. Besonders betroffen wird demnach das Nordpolarmeer sein, das nördliche Sibirien und nördliche Kanada.